day 640: I’M BACK HOME

Ja Freunde, die meisten wissen es ja mittlerweile schon aber für manche kommt es vielleicht doch überraschend aber ich bin seit 2 Wochen wieder zurück in Österreich – for good. Viele wussten ja, das ich eigentlich erst im November nach Hause geflogen wäre aber ich habe meinen Au Pair Aufenthalt nach genau 9 Monaten Verlängerung abgebrochen/beendet/wie auch immer man dazu sagen will. Insgesamt war ich dann 21 Monate in den Staaten und hatte eine wunderschöne Zeit, die ich nicht missen möchte. Warum, wieso und weshalb ich frühzeitig nach Hause bin, werde ich eventuell mal in einem extra Eintrag schreiben, falls ich dafür Zeit finde und es euch interessiert.

Es wusste keiner in meiner Familie Bescheid, das ich nach Hause komme. Außer meine Tante, die mich netterweise am Flughafen abgeholt hat! Ihr wisst gar nicht wie schwer das eigentlich war, alles zu verschweigen. Ich war ja von 23. Juli bis 7. August auf einem Roadtrip (der Beitrag kommt übrigens auch noch) und bin dann knapp 2 Wochen drauf schon nach Hause geflogen. Meine Mama hat natürlich immer nachgefragt, dies und das und das war dann schon so als würde sie etwas wissen aber so ganz 100%ig wusste sie es natürlich nie. Mein Flug ging dann am 18. August von San Francisco nach Düsseldorf. Ganze 11 Stunden lang war der Flug, richtig anstrengend dann schon weil ich nicht wirklich schlafen konnte aber ich hatte wenigstens keinen neben mir sitzen also hatte ich schön viel Platz. In Düsseldorf musste ich dann circa 2 Stunden warten und dann ging auch schon mein Flug nach Wien. Am 19. August um 17:30 habe ich dann wieder österreichischen Boden unter meinen Füßen gehabt. Hatte einen Sitzplatz in der 3. Reihe, war somit recht schnell wieder aus dem Flugzeug draußen. Meine Koffer sind alle heil angekommen – ich hatte übrigens 2 große Koffer (1 mit 23kg und 1 mit 32kg), einen kleinen Koffer mit 10kg, einen Polster mit 10kg Klamotten drinnen und meinen Rucksack auch mit locker 5-10kg. Ich war also gut bepackt 😀 Aber so sieht das nunmal aus nach fast 2 Jahren in Amerika, haha. Dann bin ich auch schon raus zum Ausgang und hab auch gleich meine Tante gesehen, die ihre Tränen dann gar nicht mehr zurück halten konnte vor lauter Freude! Ich musste dann natürlich auch gleich weinen und dann hab ich sie endlich wieder in meine Arme schließen können nach 21 Monaten – was für ein schöner Moment, ich sags euch. Außerdem waren noch 3 Freundinnen von mir am Flughafen. 2 davon sind circa eine halbe Stunde vor mir vom Urlaub zurück gekommen und von der 3. wusste ich nicht mal das sie am Flughafen sein wird, war also auch eine süße Überraschung. Hab mich richtig gefreut, die alle wieder zu sehen 🙂 Wir sind dann aber auch gleich nach Hause gefahren, da ich einfach komplett fertig war.

Am nächsten Tag habe ich dann meine gesamte Familie überrascht. Meine Tante hat das alles arrangiert, das sich alle zum Grillen bei meiner Oma treffen. Die haben mich dann beim Nachbar aussteigen lassen und sind schon mal zur Oma gefahren. Ich bin dann so nach 15 Minuten nachgekommen, nur hat mich keiner gleich gesehen also hab ich gefragt ob ich auch was zum Essen kriege 😀 Meine Mama ist dann erstmal komplett ausgerastet und sofort aufgesprungen und auf mich zugelaufen. Und dann haben eh schon alle geschrien und geweint und mich umarmt. Dieser Moment war so unglaublich, da bin ich einfach mal 3 Monate früher nach Hause gekommen, haha. Ich bin wieder zuhause bei meiner gesamten Familie. Nach knapp 2 Jahren habe ich endlich wieder alle gesehen und umarmen können. Ich hatte nie wirklich Heimweh aber die Freude war einfach so unendlich groß, wieder da zu sein. Jetzt sind wir wieder komplett.

Aber fragt mich nicht wie es mir geht. Und was ich jetzt schreibe, meine ich auch nicht böse und will auch auf keinen Fall jemanden damit verletzen aber so fühle ich mich gerade einfach. Jemand, der nicht so lange weg von Zuhause war, kann das nicht so nachvollziehen wie jemand, der das Gleiche wie ich durchgemacht hat. Ich bin komplett durcheinander und hab nen krassen reversed culture shock. Ich vergleiche alles mit Amerika, es fühlt sich nicht wie Zuhause bin, bin depressed, dauermüde, könnte die ganze Zeit weinen (ja, noch immer) und denke viel nach. Keiner hier versteht mich so richtig was ich gerade durch mache weil auch keiner weiß wie mein Leben da drüben war, geschweige dessen was ich alles erlebt und durchgemacht habe/mit mir machen habe lassen. Ich habe mich um einiges verändert und weiß auch das ich anders und vor allem reifer bin als vor 2 Jahren, aber das Leben hier ging auch ohne mich weiter. Es ist richtig schwer für mich gerade aber ich versuche so gut es geht mich wieder einzugewöhnen. Der nächste große Schritt wird ausziehen von Zuhause sein – nämlich nach Wien, da ich ja jetzt seit 1. September auch schon wieder arbeite. Finde ich auch gut, so komme ich wenigstens wieder in eine tägliche Routine rein. Aber ich hätte mir NIE IM LEBEN gedacht, das es so hart wird wieder zuhause zu sein. Ich bin in einem kompletten Gefühlschaos aber versuche es so gut es geht zu verbergen, da ich keine Gefühle verletzen will. Meine gesamte Familie ist überglücklich mich wieder zurück zu haben und klar bin ich auch mega froh, alle wieder bei mir zu haben aber ich vermisse einfach mein Leben und meine Freunde in Amerika so unbeschreiblich viel. Vor allem meine Kleine in Atlanta, die jetzt immer größer wird und schon ein paar Wörter spricht und ich sitze hier am anderen Ende der Welt und bekomme alles nur mehr so halb mit. Aber ja, so fühle ich mich gerade. Jetzt wisst ihr auch Bescheid, was in einem vorgehen kann, wenn man nach 21 Monaten in Amerika wieder nach Hause kommt.

PS: Meine Mama meinte sie hat gespürt, dass ich nach Hause komme – deshalb hat sie mein Zimmer so hergerichtet 😀

PPS: Die Bilder von den Kiddos waren das Abschiedsgeschenk für meine Gastfamilie.

Love, Sarah

Veröffentlicht in Diary

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